Irene Aeschbach und Helene Basler

Ausstellung

Ab 22. November bis 13. Dezember 2015

Vernissage

Samstag 21. November 2015, 15 bis 17 Uhr
Einführende Worte durch Elfi Thoma, Präsidentin SGBK Sektion Basel

Öffnungszeiten

Mittwoch bis Sonntag 14 bis 17 Uhr
Helene Basler ist sonntags, Irene Aeschbach werktags anwesend

Irene Aeschbach und Helene Basler Bilder

Riehener Zeitung 20. November 2015

Riehener Zeitung 20. November 2015 Text

GALERIE BURGWERK: Irene Aeschbach und Helene Basler

Druckgrafik und Eggsposition

Morgen Samstag um 15 Uhr feiert die neue Ausstellung "Druckgrafik & Eggsposition I" in der Riehener Galerie Burgwerk an der Burgsstrasse 160 Vernissage. Diesmal sind Werke der Galeristin selber zu sehen, die in der Galerie auch ihr Atelier hat. Die Riehenerin Irene Aeschbach stellt zusammen mit der Aargauerin Helene Basler aus Niederlenz aus.

Drucke auf Büttenpapier

Helene Basler, Malerin und Lehrerin für Bildendes Gestalten, lebt und arbeitet in Niederlenz (bei Lenzburg). Seit Jahren beschäftigt sie sich neben Malerei mit Druckgrafik. Ihre neuesten Arbeiten sind Monografien (Materialdrucke) auf Büttenpapier. Aus dunklen Bildgründen tauchen Linien und Flächen als ungegenständliche, leuchtende Farbspiele auf. Sie entstehen durchs Einfärben dünner Holzplatten, auf die Material wie Gaze, Schnüre oder Seidenpapier platziert wird. Darauf wird ein Büttenpapier gelegt. Unter dem Druck der Pressewalze entsteht ein Abbild. Es kann mit Pinsel und Aquarellfarbe bearbeitet werden.

Der Tiefdruck mittels Metallplatten, eine seit Jahrhunderten bekannte Drucktechnik, erfordert mehrere Arbeitsgänge. Für eine lineare Zeichnung (Radierung) werden auf einer dünnen, speziell behandelten Kupferplatte Linien eingeritzt. Diese werden in einem chemischen Bad vertieft. Von Hand wird Farbe in die Furchen eingerieben. Unter der Druckpresse werden die Linien von der Platte auf darübergelegtes Büttenpapier gedruckt. Sind malerische Flächen statt Linien gefragt, wird die Aquatinta-Technik angewandt. Für einen reliefartigen Effekt im Papier bietet sich der Prägedruck an. In ihren Druckblättern hat Helene Basler diese Techniken kombiniert. Jedes Blatt ist ein Einzelstück. Es gibt Exemplare, die an verspielte Stadtpläne, eigenartige Inseln oder ein Fabeltier erinnern.

Hommage an das Ei

Irene Aeschbach wuchs in Zofingen auf. Nach einem ausbildungsbedingten Umweg über die Juristerei fand sie bald wieder zum gestalterischen Ausdruck zurück, ihrer eigentlichen Leidenschaft. Seit nunmehr 30 Jahren lebt sie mit ihrer Familie in Riehen, wo sie vor vier Jahren die Galerie Burgwerk im ehemaligen Kolonialwarenladen an der Burgstrasse 160 ins Leben rief. Dort befindet sich seit 14 Jahren auch ihre Werkstatt.

Eggsposition ist Teil eines Konzepts, Aspekte des Seins in Eiern, dem Stoff, aus dem Leben entsteht, darzustellen. Einerseits reizt die Form des Eis, die zeigt, dass optimale Funktionalität immer auch zeitlose Ästhetik bedeutet, andererseits (reizt) auch die vielschichtige Symbolik des Eis, die endlose Assoziationen hervorruft. Billiarden von Eiern stehen und standen bis weit in die Evolutionsgeschichte zurück in der Warteschlaufe, aber nur ein Bruchteil davon durfte und darf sich verwirklichen, kommt wortwörtlich zum Durchbruch. Eggsposition ist eine Hommage an diese Namenlosen.

In dieser ersten Serie ist das verbindende Moment ein optisches: die weisse Eischale, die den Ei-Kosmos zusammenhält. Thematisch wurde nach Lust und Laune experimentiert: einige Eier öffnen sich teilweise und geben Einblick in ihr Innenleben - Überraschungseier - , zum Beispiel Brain food. Bei einem Körperei mit dem Titel Gruss nach Willendorf - wo vor knapp 30'000 Jahren die Schönheit einer unbekannten Frau, seither Venus von Willendorf genannt, darstellerisch verewigt wurde - bricht das Innenleben durch die Schale nach aussen. Ein sechsgesichtiger Januskopf in Eiform hat als einziger der kleinen Gruppe die weisse Schale ganz abgelegt.

Die 30 cm grossen Objekte sind aus Gips und das Resultat einer langwierigen Evaluation von Material und Technik mit dem Ziel der Herstellung von Eiern, die alle die gleiche Grösse haben, jedoch unterschiedlich bearbeitet werden können. Eine zweite Serie zu einem speziellen Thema steht in den Startlöchern.

Helene Basler, Irene Aeschbach

"Druckgrafik & Eggsposition I", Werke von Helene Basler und Irene Aeschbach, 22. November bis 13. Dezember, Galerie Burgwerk (Burgstrasse 160, Riehen), Vernissage am Samstag, 21. November, 15-17 Uhr, einführende Worte spricht Elfi Thoma, Präsidentin SGBK Sektion Basel. Öffnungszeiten: Mi-So, 14-17 Uhr (an den Sonntagen ist Helene Basler, werktags Irene Aeschbach anwesend).

Lenzburger Bezirksanzeiger 19. November 2015

Lenzburger Bezirksanzeiger 19. November 2015 Text

Künstlerin aus Niederlenz stellt in Riehen/BS aus

Helene Basler aus Niederlenz beschäftigt sich seit Jahren mit Malerei und Druckgrafik. Die neuesten Arbeiten der Künstlerin sind vom 21. November bis zum 13. Dezember in einer gemeinsamen Ausstellung mit Künstlerkollegin Irene Aeschbach zu sehen. Derzeit beschäftigt sich Helene Basler mit Materialdrucken, sogenannten Monografien auf Büttenpapier. Aus dunklen Bildgründen tauchen Linien und Flächen als ungegenständliche, leuchtende Farbspiele auf. In ihren farbigen Druckblättern hat Basler verschiedene Techniken kombiniert und teils mit Aquarellfarbe bearbeitet. Jedes Blatt ist ein Einzelstück. Es gibt Exemplare, die an verspielte Stadtpläne, eigenartige Inseln, Wolkengebilde oder ein Fabeltier erinnern. Irene Aeschbach hat sich gegenwärtig dem Projekt «ovale Form» verschrieben. Bei ihren eiförmigen Objekten aus Gips reizt sie einerseits die Form des Eis, die zeigt, dass optimale Funktionalität immer auch zeitlose Ästhetik bedeutet, andererseits interessiert sie auch die vielschichtige Symbolik des Eis, die endlose Assoziationen hervorruft. (lba)

Vernissage ist am Samstag, 21. November, 15-17 Uhr, Galerie Burgwerk, Burgwerkstrasse 160, Riehen/ Basel. Öffnungszeiten Ausstellung. vom 21. November bis 13. Dezember. Mi-So, 14-17 Uhr offen.

Lenzburger Bezirksanzeiger 19. November 2015 Bild

DSC03378a.JPG

Eggposition.


Antonie Josefa Latscha

Ausstellung

10. bis 23. Oktober 2015

Vernissage

Freitag 9. Oktober 18 bis 20 Uhr

Öffnungszeiten

Mittwoch bis Freitag 14 bis 18 Uhr
Samstag 13 bis 17 Uhr

Antonie Josefa Latscha Bild

261_gross.jpg

Antonie Josefa Latscha❘Pigmente, Tusche, Kreide❘70x60 cm❘2015

Riehener Zeitung 9. Oktober 2015

Riehener Zeitung 9. Oktober 2015 Text

GALERIE BURGWERK Ausstellung der Kunstmalerin Antonie Josefa Latscha

«Meine Bilder sind das Leben»

Die neue Ausstellung in der Galerie Burgwerk widmet sich den Bildern der freischaffenden Kunstmalerin
Antonie Josefa Latscha. Von morgen Samstag, 10. Oktober, bis am 23. Oktober sind die «lyrischen Abstraktionen» der gebürtigen Tschechin mit eigenem Atelier in Rheinfelden zu sehen. Was die Besucherinnen und Besucher erwartet, erklärt die Malerin in eigenen Worten:

Meine Bilder sollen den Betrachter berühren und erfreuen – jedes ist ein kleiner Teil von mir, den ich mit anderen teile. Malen gibt mir die notwendige Energie fürs Leben. Es gibt mir Kraft und Freude und erfüllt mich mit end- und absichtslosem Glück! Die Farben stehen im Vordergrund. Am liebsten arbeite ich mit Pigmenten, Kohle, Pastell und Tusche gleichzeitig.

Meine Bilder sind wie das Leben: voll von Begegnungen – Farbenbegegnungen. Die Farben sind wie Menschen, entweder harmonisieren sie, sind sich gleichgültig oder passen nicht zueinander. Den Prozess des Zusammenfindens zu ergründen, ist mein Ziel beim Malen. Bei der Arbeit höre ich am liebsten Gedichte von Rainer Maria Rilke und Heinrich Heine oder zumindest Musik. Ohne geht es nur harzig vorwärts.

Am Anfang steht eine leere Leinwand, die ich meistens mit schwarzer Tusche «begrüsse». Mit dieser Begrüssung haben wir uns schon etwas kennengelernt und es fällt mir leichter, ins Bild einzusteigen. Ich arbeite mit wässrigen Farben, sogenannten Lasuren, damit die unteren Schichten sichtbar bleiben. Ich lasse mich von den neuen Farben überraschen, die sich beim Lasieren bilden. Um die Balance in einem Bild zu erzielen, setze ich neben den «lauten» Farben Tusche und Acryl «stille» Farben wie Pigmente und Pastelle ein. Meine spezielle Liebe gilt zwei- und dreiteiligen Bildern, sogenannten Di- und Triptychons, mit denen sich noch zusätzliche Spannungseffekte erzielen lassen.

Die Resultate meines Malens lassen sich am ehesten als «lyrische Abstraktionen» – spontanes  Improvisieren und Umsetzen von Empfindungen mittels künstlerischer Techniken – bezeichnen. Sie haben keinen Titel, somit entsteht für den Betrachter der nötige Spielraum zur eigenen Bildinterpretation. Viele meiner Bilder können beliebig aufgehängt werden: Es entstehen so neue Sujets und oft ganz neue Bilder.

Antonie Josefa Latscha

Galerie Burgwerk: Bilder von Antonie Josefa Latscha. Von Samstag, 10. Oktober, bis Freitag, 23. Oktober. Vernissage: Heute Freitag, 9. Oktober, von 18 bis 20 Uhr. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 14 bis 18 Uhr, Samstag 13 bis 17 Uhr.

Riehener Zeitung 9. Oktober 2015 Bild

261_gross.jpg

Antonie Josefa Latscha arbeitet mit Lasuren, die oft neue Farben zum

Vorschein bringen.


Brigitte Feldges: Landschaft, erinnert

Die zwischen 2012 bis 2015 entstandenen Bilder in Acryl auf Leinwand spiegeln lebendige Eindrücke von unterwegs. Das Erlebte ist in gemalten Erinnerungen festgehalten, Realität und Fiktion vermischen sich, bisweilen bis zur Abstraktion.

Ausstellung

5. bis 19. September 2015

Vernissage

Samstag 5. September 2015 15 bis 18 Uhr

Finissage

Samstag 19. September 2015 13 bis 17 Uhr

Öffnungszeiten

Mittwoch, Donnerstag, Freitag 14 bis 18 Uhr
Samstag 13 bis 17 Uhr
sowie auf Anfrage

Brigitte Feldges Bild

DSCF5520.jpg

Frühling am Wasser, 80cm x 120cm


Valentin Herzog, Gisela K. Wolf: Die Sprache der Dinge

Flyer_100px.jpg

Die Sprache der Dinge - ihr Thema die Zeit: Die Farbschichten der Bilder von Gisela K. Wolf machen Zeit dingfest. In Valentin Herzogs Objekten sprechen Rost und Verformung vom Wandel in der Zeit.

Ausstellung

6. bis 26. Juni 2015Presse

Vernissage

Samstag 6. Juni 16 bis 18 Uhr
im Beisein der Künstler. Katja Fusek spricht einführende Worte.

Vogel Freiheit

Sonntag 14. Juni 2015 11 Uhr
Texte von und Gespräch mit den Künstlern und Katja Fusek

Spurensuche

Sonntag 21. Juni 2015 17 Uhr
Texte von und Gespräch mit den Künstlern und Katja Fusek

Alle Veranstaltungen sind öffentlich und frei.

Öffnungszeiten

Mittwoch bis Freitag 14 bis 18 Uhr
Samstag und Sonntag 15 bis 18 Uhr

Riehener Zeitung 19. Juni 2015

MATINEE Gisela K. Wolf, Valentin Herzog und Katja Fusek

Lesung in der Galerie

rz. Im Rahmen der Ausstellung «Die Sprache der Dinge» in der Galerie Burgwerk waren vergangenen Sonntag in einer gut besuchten Matinee Texte zu hören, die unter dem Motto «Vogel Freiheit» standen. Die Malerin Gisela K. Wolf erzählte von einem Streitgespräch zwischen einem Chamäleon und einem Albatros. Die Schriftstellerin Katja Fusek und der hier als Objektgestalter auftretende Autor Valentin Herzog lasen aus ihrem zu dieser Ausstellung erschienenen, reich illustrierten Heft «Die Sprache der Dinge». Katja Fusek setzt sich darin in sechs ungemein fantasievollen und poetischen Texten mit einzelnen Arbeiten von Herzog auseinander und erzählt, wie sie entstanden sind, wie sie zu ihr kamen und was sie in ihr auslösten.

Am kommenden Sonntag, 21. Juni, wird um 17 Uhr eine ähnliche Veranstaltung in der Galerie Burgwerk an der Burgstrasse 160 stattfinden. Sie steht unter dem Titel «Spurensuche» und wird wiederum Texte von und Gespräche mit den Künstlern und Katja Fusek bieten.

 

 

FHW_RZ_150619.JPG

Gisela K. Wolf, Valentin Herzog und Katja Fusek in der Galerie Burgwerk

Riehener Zeitung 5. Juni 2015

Riehener Zeitung 5. Juni 2015 Text

GALERIE BURGWERK Valentin Herzog und Gisela K. Wolf im Duett

Die Sprache der Dinge

Gisela Wolf und Valentin Herzog, zwei Kulturschaffende aus Riehen, begegnen einander in einer Ausstellung in der Galerie Burgwerk. Die Bilder von Gisela Wolf und die Objekte von Valentin Herzog führen ein Zwiegespräch über das Thema Zeit. Sie erzählen von Zeitschichten, Zeitablagerungen, vom Wandel in der Zeit, von Vergänglichkeit und Neuwerdung. Sie erzählen Geschichten, die es zu entdecken gilt.

Malerin und Autorin

Die Malerin und Autorin Gisela K. Wolf ist eine vielseitige Künstlerin. Während Jahren war sie als Redaktorin tätig. 1984 wandte sie sich, nach dem Tod ihres Mannes, wieder vermehrt dem Schreiben und Malen zu. Bis 2012 führte sie in Riehen den OSL-Verlag für Literatur und Kunst. In ihren neuen Bildern geht es um Strukturen, um Bewegungsströme, um bildimmanente Spannungsmomente, hervorgerufen durch eine gestische Maltechnik im Sinne des abstrakten Expressionismus. Diese Technik erinnert an Wolfs frühere Schriftbilder, an Kalligrafie und auf schriftstellerischem Gebiet an ihre Vorliebe für den Haiku. In einigen Bildern der Ausstellung wird das Kalligrafische variiert und in reduzierter Form verdeutlicht. Das Thema Zeit wird durch den Auftrag mehrerer Farbschichten, quasi Zeitschichten, symbolisiert. Es entstehen Zeitspuren, die vor allem in den kleinformatigen Bildern noch abstrakte Landschaften erkennen lassen, Psychogramme, Seelenlandschaften, ähnlich ihren «Lookland»-Bildern, welche die Galerie Burgwerk zu einem früheren Zeitpunkt zeigte. In den grösseren Bildern werden diese Landschaften durch den Malgestus zusehends überdeckt. Das labyrinthische Geflecht aus Linien und Pinselstrichen lässt jedoch noch immer eine tiefere Schicht vermuten, schafft eine überraschende Raumtiefe und erfordert eine sich immer wieder ändernde Sichtweise.

Schriftsteller und Plastiker

Diesen Bildern gegenüber stehen Valentin Herzogs eigenwillige Objekte. Valentin Herzog widmet sich neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller, Kritiker und Literaturvermittler (ARENA Literatur-Initiative) ebenso intensiv bestimmten Kunstprojekten. So entstand in den Jahren 1999–2001 eine Serie von Fotografien und Collagen zum Thema Goethe und Nineeleven, die in der Muttenzer Galerie «Im Tenn» ausgestellt war. 2009 begann Herzog Fundstücke verschiedenster Art zu Objekten zusammenzufügen und damit eine «Sprache der Dinge» zu entwickeln. Die Dinge – Klumpen von Beton, rostige Armierungseisen, Gusseisentrümmer einer alten Kanalisation, Maschinenteile … – liegen auf Schutthalden, am Strassenrand, irgendwo. Er hebt das Stück auf, hört, was es erzählt – von einem Brückenbogen, den es einst zusammenhielt, von Abwaschwasser und Fäkalien, die es zur Kläranlage geleitet hat, von einer nützlichen Maschine, deren Teil es einst war. Er vernimmt seine Geschichte und schlägt ihm vor, sich mit anderen Dingen zu treffen und eine neue Geschichte zu erzählen. So entstehen Objekte, die meist nur durch die Spannung des Materials zusammenhalten oder durch die Schwerkraft. Wenn es Herzog gelingt, ihnen durch seine Fragen eine Antwort in ihrer Sprache zu entlocken, wenn aus ein paar Stücken Armierungsstahl ein «Great Dictator» wird – oder ein Liebespaar, wenn ein Gusseisenfragment mit ein paar Zutaten als «Pilgrim» in die Welt geht, wenn der Schädel eines kleinen Raubtiers als «Memento mori» lacht – dann ist seine Arbeit getan.

Gespräche in der Galerie

Die Autorin Katja Fusek hat sich von einigen Objekten von Valentin Herzog Geschichten erzählen lassen und diese aufgeschrieben. Ihre Texte sind zusammen mit den Abbildungen der Objekte in einem Band versammelt. An zwei öffentlichen, kostenfreien Veranstaltungen in der Galerie Burgwerk (Sonntag, 14. Juni, um 11 Uhr und Sonntag, 21. Juni, um 17 Uhr) kommen Gisela K. Wolf, Valentin Herzog und Katja Fusek ins Gespräch und lesen aus neuen Texten, für die sie sich von den ausgestellten Werken und dem Thema Zeit und Spurensuche haben inspirieren lassen.

Katja Fusek

Riehener Zeitung 5. Juni 2015 Bild

Herzog1.JPG

Valentin Herzog: «Odysseus (die Heimkehr)», 2011/2015, Höhe 15 cm, Gusseisen, Stahlwerkstück, handgeschmiedeter Nagel.

Wolf1.JPG

Gisela K. Wolf: «Die Sammlung», 2015, Acryl, 19 x 27 cm.


Daniel Kottmann und Pascal Laufer

Karte_Bild.jpg
Ausstellung

10. bis 30. Mai 2015

Vernissage

Sonntag 10. Mai 11 bis 16 Uhr

Finissage

Samstag 30. Mai 17 bis 19 Uhr

Öffnungszeiten

Mittwoch bis Freitag 14 bis 18 Uhr
Samstag und Sonntag Gespräche mit den Künstlern vor Ort auf Anfrage
078 971 07 08 (Kottmann)
076 390 66 29 (Laufer)Presse

Riehener Zeitung 8. Mai 2015 Teil 1

Galerie Burgwerk: Bilder von Daniel Laufer und Pascal Kottmann

Impressionen, Stamps und Porträts

RZ_Bild_links.jpg

Pascal Kottmanns Gemälde sollen sich keinen rationalisierenden Theorien unterwerfen.

RZ_Bild_rechts.jpg

Nowname – überdimensionales Porträt des Bettinger Künstlers Daniel Laufer.

Riehener Zeitung 8. Mai 2015 Teil 2

Der Basler Pascal Kottmann ist seit zehn Jahren als freischaffender Grafiker und Kunstmaler tätig. Er malt seine Bilder in Acryl, wobei er oftmals eine spezielle Kratztechnik anwendet, und lässt sich bei seinen Motiven von Farben und Formen inspirieren. Es entstehen aussergewöhliche, ästhetische Impressionen, die durch sich selber sprechen, frei interpretiert und vor allem optisch «genossen» werden sollen und sich keinen rationalisierenden Theorien unterwerfen wollen.
Der ebenfalls in Basel geborene und mit seiner Familie in Bettingen wohnhafte Künstler Daniel Laufer fokussiert in seiner Arbeit auf das Thema Mensch, meist in mittleren bis sehr grossen Bildformaten. Dabei liegt der Schwerpunkt in der aktuellen Ausstellung auf drei Themenkreisen mit entsprechend verschiedenen Techniken.
Die «Stamps» genannten Bilder entstehen mit Hilfe von selbst gefertigten Stempeln und Spachteltechnik auf Holz. Das fertige Bild, zusammengesetzt aus unzähligen Stempelporträts, Momentaufnahmen genannt, weist einerseits auf die Einzigartigkeit der Menschen hin, andererseits zeigt es die Gleichheit aller, gefangen in ihren Zellen, und fordert auf, sich aus dieser Zellprogrammierung zu befreien und selbstständig weiterzuentwickeln.
Die «überdimensionalen Porträts» in Mischtechnik auf Leinwand deuten mit ihrer grossen Fläche zwar auf eine unermessliche Oberflächlichkeit hin, jedoch sind Emotionen und Erlebnisse im Ausdruck festgehalten und im direkten Blickkontakt spürbar. Sie halten den Betrachter fest und öffnen ihm einen Zugang zur Tiefe mit ihren Spannungsfeldern und grossen Lebensthemen hinter der Oberfläche.
Für das ebenfalls überdimensionale, fantastisch-weibliche Körperwesen (aus der Serie seiner «Körper- Bilder») wollte Daniel Laufer einen männlichen Untergrund schaffen und verleimte Militärplanen mit Fischkleister. Dieser Kniff verhalf ihm zu einer glücklichen Synthese: Die Frau, die optisch keine Wünsche offenlässt, scheint sich wohlzufühlen!
Januar und Februar reservieren sich beide Künstler für Aufträge der Stämme von grossen Fasnachtscliquen wie Breo, Seibi, Aagfrässene und andern. Dann ist Konzeptionieren und Malen von Fasnachtslaternen und Larven für die Basler Fasnacht angesagt.
Die Vernissage der neuen Burgwerk- Ausstellung – beide Künstler sind anwesend – findet am Sonntag, 10. Mai, von 11 bis 16 Uhr statt und ist öffentlich. Unter der Woche ist die Galerie von Mittwoch bis Freitag von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Ausnahme: für den Auffahrtsdonnerstag und den darauf folgenden Freitag, 14. und 15. Mai, sowie für Pfingstmontag gilt die Öffnungsregelung der Galerie für Samstag und Sonntag. An den Wochenenden und den genannten Feiertagen freuen sich die beiden Künstler auf Begegnungen und Gespräche und öffnen die Galerie auf telefonische Anfrage (Pascal Kottmann: Telefon 078 971 07 08; Daniel Laufer: Telefon 076 390 66 29).

Irene Aeschbach


Doris Michel-Biedert: Neue Bilder und Hinterglasmalerei

Ausstellung

18. April bis 13. Mai 2015

Vernissage

Freitag 17. April 19 bis 21 Uhr

Öffnungszeiten

Mittwoch bis Freitag 14 bis 17:30 Uhr
Samsstag und Sonntag 14 bis 17 Uhr
SA + SO (mit Ausnahme S0 26.4.) sowie auf Anfrage ist die Künstlerin anwesend.

Doris Michel-Biedert Bild

Blaubild_Michel1.JPG

Antlitz I und Antlitz II, je 30x60

foto by evelynebassenge

Riehener Zeitung 17. April 2015

Riehener Zeitung 17. April 2015 Text

Galerie Burgwerk:Doris Michel zeigt Bilder und Hinterglasmalerei

Himmelsboten und Gesichtshälften

In den neuen Bildern, die Doris Michel ab heute Freitag in der Galerie Burgwerk an der Burgstrasse 160 zeigt, geht es um verschiedene Formen von Ambivalenz. In sogenannten Engelsbildern zeigt die Künstlerin Himmelsboten, Vermittler zwischen Erde und geistiger Welt, als bruchstückhafte Torsi, der Erde zugehörig, mit goldenem Flügel, der die Verbindung zum Spirituellen andeutet.
Grosse Porträthälften, zwei in Rostrot, zwei andere in Blau, dominieren eine Wand. Anfänglich und oberflächlich dachte Doris Michel pragmatisch: Zweiteilung eines grossen Bildes erleichtert den Transport! Allmählich aber offenbarte sich der Künstlerin, was sie mit den zusammengehörigen Gesichtshälften, Antlitz I und Antlitz II genannt, eigentlich darstellen wollte: die Spaltung des Menschen in ein äusseres, sichtbares und in ein inneres, verborgen gelebtes Leben. Das in der äusseren Welt gelebte Leben erzählt viel vom Innenleben der Person, was der Begriff «Person» (vom lateinischen personare = hindurchtönen) ja auch aussagt. Die innere Welt wiederum ist beeinflusst von der Aussenwelt. Diese Spaltung ist immer in Bewegung. Mal ist sie kleiner, dann wieder grösser. Dauernd ist der Mensch, bewusst oder unbewusst, damit beschäftigt, sie den Erfordernissen und Gegebenheiten seines Lebens anzupassen.
Eine Pause bescheren uns Tätigkeiten, bei denen wir mit Leidenschaft bei der Sache sind, und das sind bei Doris Michel, die ursprünglich Modedesignerin werden wollte, seit jeher bildnerisches Darstellen sowie auch klassische Musik. Längst lebt sie ihre Leidenschaft hauptberuflich im eigenen Atelier in Binningen und zeigt ihre Bilder seit 1981 in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland. Seit 2011 ist sie Mitglied der Schweizerischen Gesellschaft bildender Künstlerinnen (SGBK).
Das Hinterglasmalen, eine spielerische Form des Malens, die viel Disziplin erfordert, betrieb Doris Michel immer nebenher fast wie einen Sport: Die Bilder sind auf zwei, drei oder vier Gläser gemalt und so in den Rahmen gestellt, dass sie eine dreidimensionale Wirkung erzeugen. Man malt auf der Rückseite des Glases, seitenverkehrt, beginnend mit dem Vordergrund, aufbauend nach hinten. Laufend wird die vordere Schicht von einer hinteren überdeckt. In der Ausstellung werden mehrere verspielte Arbeiten neuen als auch älteren Datums gezeigt.

Irene Aeschbach

Doris Michel: Neue Bilder und Hinterglasmalerei. Ausstellung vom 18. April bis 3. Mai 2015 in der Galerie Burgwerk (Burgstrasse 160). Öffentliche Vernissage am Freitag, 17. April, 19–21 Uhr.

Riehener Zeitung 17. April 2015 Bild

Blaubild_Michel1.JPG

Doris Michel: Antlitz I und Antlitz II, je 30 x 60 cm. Foto: Evelyne Bassenge


Barbara Stengelin: Steinobjekte; Jacqueline Kokokiris: Bilder

Barbara Stengelin: Steinobjekte; Jacqueline Kokokiris: Bilder

Ausstellung

14. März bis 6. April 2015

Vernissage

Samstag 14. März 15 bis 17 Uhr

Öffnungszeiten

Mittwoch bis Freitag 14 bis 17:30 Uhr
Samstag und Sonntag 14 bis 17 Uhr
Gründonnerstag 2. April bis Ostermontag 6. April 14 bis 16 Uhr

Samstag und Sonntag sind die Künstlerinnen anwesend.

Barbara Stengelin: Steinobjekte; Jacqueline Kokokiris: Bild

JaKoBaSt1.jpg

Sonja Crone: Die Blaue Stunde

Sonja Crone: Die Blaue Stunde Text

Für die Künstlerin ist "Die Blaue Stunde" eine Metapher für Zustände, in denen aus einer produktiven Spannung heraus etwas Neues entsteht.
In den Bildern geht es um die existentielle Begegnung zwischen Mann und Frau, aber auch um die Schnittstelle zwischen Wirklichkeit und Möglichkeit.
Texte flankieren die Ausstellung. Dabei wird bewusst an die gleichnamigen Gedichte von Ingeborg Bachmann und Gottfried Benn erinnert. Dem Rezipienten wird in diesem Zusammenspiel Raum gelassen für eigene Zustände sowie für die unendliche Vielfalt möglicher Begegnungen.

Ausstellung

1. bis 22. Februar 2015

Vernissage

Samstag 31. Januar 15 bis 17 Uhr
Einführung durch Dr. Luzius Müller, Universität Basel

Öffnungszeiten

Mittwoch bis Freitag 14 bis 17:30 Uhr
Samstag und Sonntag 14 bis 17 Uhr

Samstag und Sonntag ist die Künstlerin anwesend

Sonja Crone: Die Blaue Stunde Bild

blaue_stunde.jpg

Sonja Crone, "Die Blaue Stunde", Acryl, 2014, 100x100 cm